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Arno Geiger

Författare till Den gamle kungen i exil

17 verk 972 medlemmar 39 recensioner

Om författaren

Inkluderar namnet: Arno Geiger

Foto taget av: Arno Geiger auf der Leipziger Buchmesse (Interview mit Ernst Grandits / 3sat-Forum) By Amrei-Marie - Own work, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15320134

Serier

Verk av Arno Geiger

Den gamle kungen i exil (2011) 314 exemplar
We Are Doing Fine (2005) — Författare — 258 exemplar
Unter der Drachenwand: Roman (2018) 118 exemplar
Alles über Sally: Roman (2010) 98 exemplar
Anna nicht vergessen (2007) 36 exemplar
Den lyckliga hemligheten (2023) 36 exemplar
Irrlichterloh: Roman (1999) 10 exemplar
Hinterland (2022) 6 exemplar
Schöne Freunde: Roman (2002) 5 exemplar
Grenzgehen (2011) 4 exemplar
Macht Kunst Sinn (1998) — Bidragsgivare — 2 exemplar
Geiger Arno 1 exemplar
Der Hahnenschrei. Drei Reden (2019) 1 exemplar

Taggad

Allmänna fakta

Medlemmar

Recensioner

Ich liebe Bücher, die das Schreiben und Leiden eines Schriftstellers zum Thema haben. Arno Geiger gelingt es, seinen Weg des Textens deutlich zu machen und mir die Herangehensweise bzw. Umsetzung seiner Ideen zu vermitteln.

Dieses Buch ist darüber hinaus eine Art Biografie, die Hinwendung zu K., seiner Partnerin skizzierend, auch in Jahren des Leidens bei Trennungen und beim Sterben seiner Eltern, bei der Entgegennahme von Preisen etc.

Zu Beginn dachte ich, er hat meine größte Sorge beim Wegwerfen von Schriftlichem umgesetzt: dass diese beerdigten Papiere noch von jemandem gelesen werden, obwohl ich es nicht will.

Das dafür notwendige Geschäft hat einen Namen: professionelle Schreddermaschinen, vor allem auf Geschäftsunterlagen gerichtet. Und für viele auch im privaten Bereich notwendig.

AG aber wühlt in Papiercontainern mit noch nicht geschredderten Papieren und fischt das Besondere heraus. Was es mit ihm macht, ist wesentlicher Teil des Buches. Je länger es andauerte, umso spannender und nachvollziehbarer wurde es für mich. Er hat das Ganze mit Stil und Anstand bewerkstelligt, sein von ihm selbst zugewiesenes Abenteuer und die tägliche Bewegung an der frischen Luft.

Insgesamt ein wirklich lesenswertes Buch, vor allem für mein Primärinteresse: aus welchem Fundus schreiben Autoren, was regt sie an und auf? Warum, wie und wann halten sie das Gefundene fest?

Dass er seinen Lifestyle (kein Auto, Bewunderung von Greta Tunberg) zum Thema macht, wirkte auf mich eher negativ. Auch das eingebaute Selbstlob (Denis Schek sagte über ihn, er sei ein Empathie-Monster) befremdete mich eher.

Seine Selbstkritik (zu lange am Schreibtisch sitzend, ohne soziale Kontakte, Müll-Briefe als Ersatz dafür) wiederum machte seine Handlungsweise nachvollziehbar. Dass er im kleinen Mann und der Frau von nebenan das Leben erkennt, ihre Sorgen und Nöte, es macht auch seine eigenen erträglicher. Wir alle ticken irgendwie gleich. Er setzt der Maria Normalverbraucher mithin irgendwie ein Denkmal. Man spürt das in der einfach normalen, verständlichen Sprache.

Ein Buch, das jeder von uns geschrieben haben könnte, es dringt durch, ohne zu weite, kaskadische Höhen, der überdurchschnittlichste Durchschnitt. Das wollte AG vermutlich erreichen. Es hört sich leichter an als so etwas in Sätze zu bringen ist. Gerade das ist eminent schwer.

Dass man Ähnliches entwickeln könnte, wenn man nach Emmendingen, Baden-Württemberg, bei Freiburg, ins deutsche TagebuchArchiv.de ginge, es wäre eine Vermutung von mir. Mehrere Kilometer noch nicht gelesener Gedanken und Seiten ganz normaler Menschen warten dort. (2/2023)

https://kurzelinks.de/kwm9
… (mer)
 
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Clu98 | Feb 23, 2023 |
Familiengeschichte über 3 Generationen, erzählt in Schlaglichtern.
Der Autor schildert unchronologisch Szenen aus dem Familienleben der Familie Erlach, vom zweiten Weltkrieg an bis zur Jahrtausendwende. Hierbei nimmt er die Erzählperspektiven unterschiedlicher Familienmitglieder in verschiedenen Zeitebenen ein. Beschrieben werden Situationen aus dem Alltag, die immer wieder die unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Beteiligten an das Familienleben, den Partner/die Partnerin, die Kinder /Eltern zeigen. Immer wieder scheitert die Kommunikation oder kommt gar nicht erst zustande. Das ist sehr gut geschrieben, und, obwohl es wenig Handlung gibt, auch eine ganze Weile sehr unterhaltsam, aber mir war es in der Summe zu lang und in den letzten Kapiteln auch zu langweilig - obwohl die Lesefassung gegenüber dem Roman bereits gekürzt ist. Einzig die angenehm warme und ruhige Erzählstimme von Matthias Brandt hat mich dazu gebracht, bis zum Schluss durchzuhalten.… (mer)
 
Flaggad
Leandra53 | 8 andra recensioner | Jan 26, 2021 |
Der Wehrmachtssoldat Veit Kolbe wird an der Ostfront verwundet und kehrt zur Genesung zunächst zu seinen Eltern nach Wien zurück. Um Konfrontationen mit seinem immer noch den Endsieg glaubenden Vater zu vermeiden, zieht er sich schließlich nach Mondsee zurück wo er im dörflichen Idyll des Salzkammersguts dem Krieg zu entfliehen versucht.

Arno Geiger erzählt in den Worten seines Hauptprotagonisten Veit Kolbe in Ich-Form das Schicksal jener verlorenen Generation, welcher durch Krieg und NS-Unrechtsregime Jugend und Bildung geraubt worden sind. Er beschreibt den emotionalen Rückzug von Kriegsheimkehrern und deren Unverständnis den Daheimgebliebenen gegenüber und macht Angst und Machtlosigkeit den Greueln jener Zeit gegenüber greifbar. Der Sprachvirtuose Geiger hat ein meisterhaftes und vielschichtiges Werk über das Dunkel des Kriegs geschaffen, ohne die Kriegshandlungen selbst allzu sehr in den Vordergrund zu rücken.

Teil von Geigers Roman sind auch Versatzstücke von Briefen, mit welchen der Autor die Erzählperspektive ändert und so neben Veit Kolbes Geschichte auch die Gesamtsituation während des Endkampfs beschreibt. So kommen auch jüdische Flüchtlinge, Ausgebombte und ein verliebter Hitlerjunge zu Wort und werden deren Schicksale mit jenem Veit Kolbes verknüpft.
… (mer)
 
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schmechi | 3 andra recensioner | Dec 15, 2020 |
Philipp Erlach hat das Haus seiner Großmutter in der Wiener Vorstadt geerbt, und die Familiengeschichte, von der er definitiv nichts wissen will, sitzt ihm nun im Nacken. Arno Geiger erzählt sie mit einer Unmittelbarkeit, als wäre jeder Tag der Vergangenheit unsere Gegenwart, und es gelingt ihm, jedes Jahrzehnt in einem einzigen Tag lebendig zu machen. So schildert er das Schicksal von Alma und Richard, die 1938 gerade Ingrid bekommen und nichts mit den Nazis zu tun haben wollen. Vom fünfzehnjährigen Peter, der 1945 mit den letzten Hitlerjungen durch die zerbombten Straßen läuft. Von Ingrid, die mit dem Studenten Peter eine eigene Familie gründen will, und von Philipp, dem Sohn der beiden. Arno Geiger erzählt mit einer Unmittelbarkeit, als wäre jeder Tag der Vergangenheit unsere Gegenwart. Höchst anschaulich gelingt es ihm, ein trauriges und komisches Jahrhundert lebendig zu machen.

Siebzig Jahre Geschichte, siebzig Jahre Familiengeschichte. Gescheiterte Erfinder, trotzige Töchter, Minister und Meteorologinnen. Über drei Generationen hinweg erzählt Arno Geiger von einer Familie aus Wien und läßt ein trauriges und komisches Jahrhundert lebendig werden.
… (mer)
 
Flaggad
Fredo68 | 8 andra recensioner | May 14, 2020 |

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Otto Lappalainen Translator
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